Kambodscha - Land und Leute

     

Kambodscha ist ein wunderschönes Land im Südosten Asiens, mit Kulturgütern reichlich gesegnet – doch seine Bevölkerung ist sehr arm. Mit Schuld daran sind sicherlich der Vietnamkrieg sowie das Schreckensregime der „Roten Khmer“, die vor gar nicht allzu langer Zeit den Tod Millionen unschuldiger Kambodschaner zur Folge hatten.
Im Land ist erst seit Ende der 90-er Jahre wieder Frieden eingekehrt, es schottet sich nicht mehr ab und Reisen durchs Land sind wieder möglich..
Allerorten trifft man auf Kriegswaisen, Invaliden – auch Kinder – die Opfer von Minen wurden und arme Menschen, die oft nur das besitzen, was sie am Leibe tragen.

Ein soziales Netz wie wir es kennen, gibt es in Kambodscha nicht flächendeckend, die Versorgung wird traditionell über die Familie bewerkstelligt. Doch viele Familien sind bettelarm - auch die teilweise große Zahl an Kindern ist eher ein Problem. Kinder müssen auch schon in jungen Jahren wie selbstverständlich zum Unterhalt der Familie beitragen, oft durch schwere, körperliche Arbeit oder noch schlimmere Ausbeutung,
z. B. Prostitution.

Alte Menschen findet man hier eher selten - im Jahr 2000 sind mehr als 70 % der Bevölkerung jünger als 25 Jahre. Heute sind 10 % der Kinder bis 15 Jahre Waisen – rund 670.000 Kinder (2010).
Das Durchschnittseinkommen eines Kambodschaners liegt (2010) bei rund 65,- US-Dollar pro Monat.
Obwohl die Menschen fleißig sind und hart arbeiten gibt es viele, die nur rund 1 US-Dollar am Tag verdienen –
rund 35 % ( ca. 4 Mio Menschen) leben damit unterhalb der Armutsgrenze. Dies reicht oft nicht aus, um die Familie zu ernähren... Familien zerbrechen, Kinder werden sich selbst überlassen und müssen auf der Straße ums nackte Überleben kämpfen.

       

  • Weniger als 5 % der Kinder besuchen eine Schule
  • Weniger als 4 % der Menschen haben Zugang zu fließendem Wasser
  • Weniger als 1 % der Menschen hat Zugang zu Elektrizität